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von Thomas Bergmann
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Die moderne Hirnforschung (u.a. W. Singer, F. Wuketits, W. Prinz, G. Roth, M. Spitzer) kommt durch ihre Forschungen zum Ergebnis, dass unser freier Wille eine Illusion ist.
Kern dieser Betrachtung ist, dass bestimmte Gehirnareale bereits vor einer zufällig ausgeführten Tat aktiv werden: Der amerikanische Physiologe Benjamin Libet bat Versuchspersonen, spontan einen Entschluss zu fassen - zum Beispiel einen Finger oder die ganze Hand zu bewegen. Den Moment der Entscheidung sollten sie durch Tastendruck mit einer Uhr festhalten, gleichzeitig wurde ihre Hirnaktivität gemessen. Der bewusste Entschluss trat wie erwartet zwei Zehntelsekunden vor der Tat auf. Überraschend war jedoch, dass noch einmal drei Zehntelsekunden früher das Gehirn bereits ein Bereitschaftspotential aufbaute.
Man schloss daraus, dass das Gehirn den Entschluss traf, bevor das Bewusstsein davon etwas ahnte. Als die Versuchsperson sich zu einer Handlung entschloss, waren im Gehirn die Weichen längst gestellt.
Wenn also nicht das Ich entscheidet - wer dann? |
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von Thomas Bergmann
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Aus den gnostischen Schriften aus Nag Hammadi. Die Bibel der Häretiker:
Denn als das All nach dem suchte, aus dem es gekommen war - und das All war in ihm, dem Unbegreifbaren, Undenkbaren, der über jedes Denken erhaben ist - hat die Unwissenheit über den Vater Angst und Schrecken erzeugt. Und die Angst hat sich verdichtet wie ein Nebel, so daß niemand sehen konnte. Deswegen wurde der Irrtum stark. Er arbeitete an seiner Materie im Leeren (ohne Erfolg), weil er die Wahrheit nicht kannte. Er war beschäftigt mit einem Gebilde, während er sich mit Kraft und Schönheit bemühte, den Ersatz für die Wahrheit zu bereiten. |
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von Thomas Bergmann
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Staya Erusa will zur Bewusstseinserweiterung beitragen durch die Erläuterung von Einsichten und Ideen, damit wir uns den Bedrohungen der Menschheit stellen können.
Ob der neue Film von Jan Heijn, Harry Beckers und Raoul Zwart dem gerecht wird - wir haben es uns angesehen... |
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von Thomas Bergmann
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Manch einer wird sich gefragt haben, was mit Daten der kleinen Umfrage geschieht, die hier von von Zeit zu Zeit eingeblendet wird und was es damit auf sich hat...
Die Einflüsse des Mondes wurden bereits mehrfach untersucht und meistens als nichtig abgetan - dennoch richten sich nicht wenig Menschen nach dem Mondkalender. Für Piloten gibt es einen 'Weltraum-Wetterberich', denn je nach Sonneneruptionen ist die kosmische (radioaktive) Strahlung für sie nicht ungefährlich - ebenso für Vielflieger oder Astronauten. Es gibt Bio-Wetterberichte, Heuschnupfen-Barometer, astrologische Prognosen, spirituelle Wetterberichte und vieles mehr - wissenschaftlich wie phantastisch. |
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von David R. Loy
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Schuld ist für den modernen Menschen zu einem außerordentlichen Problem geworden und dies scheint sich noch zu verschlimmern. In Das Unbehagen in der Kultur (1929, bzw. Civilization and its Discontents, 1930/1989, S. 97) versteht Freud das zunehmende Schuldgefühl als den Preis, den wir für den Fortschritt in der menschlichen Kultur bezahlen, doch ist der Preis so hoch, daß Schuld nun zu dem "wichtigsten Problem in der Entwicklung der Kultur" geworden ist. |
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von David R. Loy
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Es ist wohl kein Zufall, daß alles, was bislang über Schuld gesagt wurde, nun erneut unter dem Begriff von Angst angeführt werden muß. Schuld scheint ein begrenzter Fall von Angst zu sein. Sogar die ontologische Schuld hat ein Objekt: das eigene Gefühl des Selbst, da es ja das Selbst ist, weswegen das Selbst sich schlecht fühlt. In der Angst jedoch erlangt der Mangel seine ursprüngliche Form, die formlos ist. Solch objektlose Angst zu kultivieren ist der direkteste Weg, um unsere eigene Formlosigkeit zu realisieren.
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von David R. Loy
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Unsere Diskussionen über Schuld und Angst müssen durch einige Hinweise auf ihre Objektivierungen ergänzt werden: Projektion und Übertragung. Die scheinbar objektive Welt wird ja unbewußt strukturiert durch die Art und Weise, wie wir uns selbst in dieser Welt zu sichern suchen. Wir treffen erneut auf den bedauerlichen Widerspruch, daß gerade dieser Versuch mich selbst in der Welt zu begründen, mich von der Welt trennt. |
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von David R. Loy
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Wenn Menschen aus nicht-medizinischen Gründen Drogen nehmen, dann nicht nur deswegen, um Schmerzen zu betäuben oder Vergnügen zu steigern oder verzerrte Wahrnehmungen hervorzurufen. Drogen sind eine Waffe gegen die Leere. In seinem Buch über Opium schrieb Jean Cocteau, daß jede menschliche Aktivität "in einem Expreßzug stattfindet, der dem Tod entgegenrast". Drogen zu nehmen, so sagt er, ist der Versuch aus diesem Zug heraus zukommen. Die machtvolle Illusion, die Drogen vermitteln, wird dann gesucht, wenn die alltäglicheren Illusionen versagen und insbesondere dann, wenn das Leben nicht mehr zu sein scheint als die Verbindung zwischen Geburt und Tod. |
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von Matthieu Ricard
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Ce qui se passe vraiment au Tibet
Mit freundlicher Genehmigung von Matthieu Ricard veröffentlichen wir hier die Übersetzung eines Artikels, der in Le Figaro erschien:
In den drei letzten Wochen spielten sich in Tibet dramatische Ereignisse ab, wie nicht mehr seit den Unruhen von 1989, die damals 200 Menschen das Leben kosteten und dazu führten, dass für mehrere Monate das Kriegsrecht eingeführt wurde. Ebenso, wie es auch jetzt vor einigen Tagen der Fall war, hat die chinesische Regierung damals geleugnet, das Feuer auf die Demonstranten eröffnet zu haben. Erst musste ein paar Monate später auf dem Tianamen-Platz Blut fließen, um im Nachhinein für das Blut zu zeugen, das in Lhasa vergossen worden war. |
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von Thomas Ritter
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"Manchmal sprechen selbst Steine, wenn wir es nur vermögen, ihnen zuzuhören"
Dieses Wort des südfranzösischen Barden Andrè Mayard trifft auch auf ein monströses Monument in den USA zu. Gemeint sind die sogenannten „Marksteine von Georgia“ (Georgia Guidestones). Dabei handelt es sich um eine megalithische Steinsetzung aus Granit, welche sich auf einem Hügel im Elbert County im amerikanischen Bundesstaat Georgia erhebt. Manche Zeitzeugen bezeichnen sie als das "Amerikanische Stonehenge" . Das Synonym wirkt ein etwas übertrieben angesichts der Tatsache, daß mit diesem Begriff in den USA für Bauwerke ähnlicher Art recht freizügig umgegangen wird.
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